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 Begonnene, laufende oder gerade abgeschlossene Projekte, Diplomarbeiten, Dissertationen:


Mai 2017 

Dissertationsprojekt „Zusammenbruch und Neuanfang – Heimkehr in Deutschland und Österreich 1918-1938“ von Karen Bähr (Institut für Neuere und Zeitgeschichte und Geschichtsdidaktik, Universität Erfurt, karen.baehr@uni-erfurt.de)

Schon während des Ersten Weltkrieges trafen einzelne Verwundete, für die Wirtschaft Freigestellte und Deserteure in den Heimatgesellschaften ein. Nach Kriegsende kehrten dann geschätzte sieben Millionen deutsche und zwei Millionen österreichische Soldaten, Offiziere und weibliche Hilfskräfte aus ihren Einsatzorten inner- und außerhalb der Landesgrenzen zurück. Das Promotionsprojekt untersucht anhand von Selbstzeugnissen, welche Erfahrung Heimkehrende und Aufnahmegesellschaften bei der Rückkehr und Wiedereingliederung machten. Hier sollen vor allem Familie und Erwerbsarbeit als Erfahrungsräume betrachtet werden. Des Weiteren wird die gesellschaftliche Debatte zu Heimkehr und Reintegration, die in Heimkehrerromanen, veröffentlichten Memoiren, Theaterstücken und Rezensionen von 1918 bis 1938 geführt wurde, untersucht. So soll die Frage beantwortet werden, wie Heimkehrende öffentlich dargestellt wurden und wie vor allem männliche Heimkehrer als Autoren selber in diesen Diskurs eingriffen.


Mai 2016 

Dissertationsprojekt: Im Blickfeld zweier Imperien: Galizien in der österreichischen und russischen Presseberichterstattung während des Ersten Weltkrieges (1914-1917) von Elisabeth Haid (Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien, Kontakt: elisabeth.haid@univie.ac.at)

Das österreichische Kronland Galizien gehörte zu den Brennpunkten des Ersten Weltkrieges. Als Kampfgebiet zwischen der Habsburgermonarchie und dem Russländischen Reich kam ihm von beiden Seiten große Aufmerksamkeit zu. Die Bedeutung Galiziens für beide Imperien ging aber über militärische Aspekte hinaus. Nationalitätenfragen in dieser Grenzregion trugen bereits vor dem Krieg zu einer Verschärfung der außenpolitischen Spannungen bei. In dem Dissertationsprojekt wird anhand von Wiener und Petersburger Tageszeitungen das mediale Interesse thematisiert, welches Galizien zur Zeit des Krieges in den Hauptstädten beider Reiche erfuhr: Welche Funktionen nahm Galizien in verschiedenen Diskursen ein? Welche Rolle spielten traditionelle Stereotype und inwieweit erfuhren diese im Krieg eine Neubewertung? Wurde Galizien propagandistisch funktionalisiert? Welche Rolle spielte die Zensur? Dies erhellt Aspekte der österreichischen und russischen Kriegspropaganda im Ersten Weltkrieg und den Beitrag der Presse hierfür.


März 2016 

Diplomarbeitsprojekt: „Filmische Rezeptionsgeschichte des Gebirgskrieges am Beispiel von ‚Berge in Flammen’ von Luis Trenker“ von Karolin Kofler, Studentin der Universität Innsbruck (E-Mail: karolin.kofler@student.uibk.ac.at)
 
2015 kam ein Film über Luis Trenker (1892-1990: Bergsteiger, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller aus Südtirol) in die Kinos und es gibt aktuell auch Neuauflagen seiner Bücher. Zeitgleich finden im ganzen Land Gedenkveranstaltungen zu 100 Jahren Erster Weltkrieg statt. Diese zwei Aspekte vereint der Film „Berge in Flammen“ von Trenker aus dem Jahr 1931, der sich mit dem Dolomitenkrieg auseinandersetzt. Der Film war damals nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern auch international ein Erfolg. Er steht für die Vermischung zweier Genres, dem Berg- und dem Kriegsfilm und verfolgt eine gänzlich andere Intention als filmische Zeitgenossen wie „Im Westen nichts Neues“ (1930). Wie lässt es sich erklären, dass ein Film über die Dolomitenfront, die während des Weltkriegs nur einen Nebenkriegsschauplatz darstellte und somit in Teilen der Welt unbekannt war, international gespielt wurde und Erfolg verbuchen konnte? Im Rahmen der Diplomarbeit sollen die Ursachen des internationalen Erfolgs beforscht werden. Zu diesem Zweck werden exemplarisch ausgewählte, zeitgenössische Zeitungsartikel mit Ankündigungen und Rezensionen zum Film aus den USA, Großbritannien, Kanada, Australien, Italien, Deutschland und Österreich analysiert.
 
 
 
Online Project „La Grande Guerra +100“ (Website: http://www.lagrandeguerrapiu100.it/en)
 
One hundred years ago a world war, the bloodiest, the most "modern" conflict until then, upset Europe for over four years, from July 1914 to November 1918.
Seventy million men mobilized, about nine million fallen, millions of prisoners, invalids and refugees, who brought on the body and in their mind indelible wounds. Material and economic damage incalculables.
A war that changed the map of Europe and provoked decisive consequences, as the birth of dictatorships: Fascism, Nazism and Communism in Russia.
We decided to create a web calendar, which follows month to month that war: the characters, the weapons, the battles and the major issues that the conflict has generated. This seems to be a useful way to recall a distant past, yet still close to us.
The calendar will complement historical contents, scripts and vintage images, infographics and artistic reworkings of events or characters.
The narrative will cover Italy and all of Europe, with an eye to Trentino, one of the theatre of war, and where this initiative was the starting point.
The project has a network structure and a transmedia approach: through collaboration with institutions of the sector and the media will be involved different audiences. In particular, thanks to social networks Readers will empathize with the events of the key characters of this tale plural and help to improve it with their comments and suggestions.
The project is sponsored by the University of Trento, with the support of the Fondazione Cassa di Risparmio di Trento and Rovereto. The scientific responsibility headed by the chair of Contemporary History of the Department of Humanities.
The working group is interdisciplinary and comes from an inter-generational dialogue: next to a professor of contemporary history and a collector of photographic books about the twentieth century, the contents are cared for by young experts in communication, graphic, web and social media.
 


Jänner 2016 

Project: “Lives of the First World War” of the Imperial War Museum (Link: https://livesofthefirstworldwar.org/about)
Even while the First World War was still being fought, the newly-formed Imperial War Museum was asking the public to help it tell the story of the global conflict that shaped the world we live in today.
The museum was formed not as a monument to military glory, but as a record of the toil and sacrifice of those who had served in uniform or worked on the home front.
The vision for this record was that it would be so complete that every individual, man or woman, soldier, sailor, airman and civilian from across Britain and the Commonwealth would find a record of their contribution.
But with millions of people involved, not everyone could be named. Many stories could not be told.
Now, in the digital age, IWM can build the permanent digital memorial to the Lives of the First World War.
It would be an extraordinary achievement if we could do this.  
 


November 2015

Masterarbeitsprojekt „Die Darstellung des Todes in Fotografien des Ersten Weltkrieges“ von Anika Raisch, Studentin der Philipps-Universität Marburg (anika.raisch@web.de)
Der Krieg steht immer auch für den Tod. Es gibt keinen Krieg ohne Tote. Und dennoch zeigen die überlieferten Fotografien aus dem Ersten Weltkrieg kaum die zahlreichen Opfer dieser kriegerischen Auseinandersetzung. Der Tod als Bildmotiv ist im Zusammenhang des Ersten Weltkrieges gleichzeitig naheliegend und dennoch angesichts der überlieferten Fotografien überraschend unterpräsentiert. Doch gerade dieser Umstand macht die Visualisierung des Todes in den Bildern des damals neuen Mediums Fotografie so interessant. Die Arbeit begibt sich auf die Suche nach deutschen Fotografien, die den Tod der Soldaten an der Front in irgendeiner Weise ablichteten. Dabei ist eine Unterscheidung innerhalb der Bilder von großer Bedeutung: wer drückte den Auslöser? Im Gegensatz zu den Pressefotografien, die Zensur erfahren haben und mit einer bestimmten Intention der Bevölkerung zugänglich gemacht wurden, mussten sich die privat geknipsten Aufnahmen der Soldaten niemals vor einer breiten Öffentlichkeit rechtfertigen, sondern verblieben im privaten Kreis der Familie. In einer exemplarischen Analyse werden willkürlich ausgewählte Bildpostkarten der Propaganda, den privaten Fotoalben der Soldaten selbst gegenübergestellt, um ihre jeweilige Visualisierung des Todes an der Front auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu untersuchen.


September 2015

Dissertationsprojekt zu „Die Tiroler Frage 1918/19“ von Mag. Thomas Lintner (E-Mail: thomas.lintner@student.uibk.ac.at)
Nach der Unterzeichnung des Waffenstillstandsvertrages versuchten die Bevölkerung und die Politiker Deutschtirols, die Einheit des deutschsprachigen Teiles der gefürsteten Grafschaft Tirol, der sich von Kufstein bis zur Salurner Klause erstreckte, zu sichern.
Mehrere staatsrechtliche Lösungen wurden dafür in Erwägung gezogen: Eine Alpenrepublik aus Teilen Altösterreichs wurde ebenso in den Mittelpunkt der Überlegungen gestellt wie etwa ein Kirchenstaat Tirol oder ein Freistaat Tirol von Kufstein bis Salurn.
Bis dato nicht konsultierte Akten aus den britischen National Archives belegen, dass selbst auf der Pariser Friedenskonferenz über diese Möglichkeiten debattiert wurde. So stand auch die Idee einer neutralen Alpenrepublik, bestehend aus Tirol, Vorarlberg und Liechtenstein zur Diskussion.
 


Sonderausgabe Juni 2015

Forschungsprojekt „La Grande Guerra degli Italiani d’Austria“ von Andrea Di Michele (Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte an der Universität Bozen; Kontakt: Andrea.DiMichele@unibz.it)
Se per l’Italia la prima guerra mondiale ha inizio solo col maggio 1915, per le popolazioni di lingua italiana dell’Austria-Ungheria il conflitto inizia già nel luglio 1914. Gli italiani del Trentino e del Litorale Adriatico hanno vissuto una guerra diversa da quella degli italiani del Regno: altri scenari, altri fronti, altri nemici, altra cronologia. Ma anche un’altramemoria della guerra combattuta dalla «parte sbagliata», dal lato degli sconfitti. Una memoria che non cessa di riemergere e anche di essere utilizzata e strumentalizzata a fini politico-identitari.
Il progetto di ricerca mira allaredazione di un testo rivolto a un pubblico ampio di carattere nazionale che narri le vicende dei soldati trentini e triestini combattenti per Vienna, muovendo dalla constatazione che al di fuori dei territori direttamente interessati, tali vicende sono assai poco note. Si affronterà la questione dell’impiego militare dei soldati italiani, del loro trattamento, dell’esperienza di prigionia, del difficile ritorno in una patria che nel frattempo aveva cambiato bandiera, della memoria di quell’esperienza, a lungo emarginata e messa sotto silenzio ma poi rivalutata e indagata dalla migliore storiografia regionale e, recentemente, utilizzata strumentalmente nello sforzo di rafforzare le peculiari identità territoriali.
La ricerca si avvarrà della ricca bibliografia esistente sia per Trento che per Trieste, ma si concentrerà in maniera particolare sulle fonti istituzionali di parte austriaca per ricostruire lo sguardo e l’azione dell’Austria-Ungheria nei confronti dei militari italiani, così come recentemente è stato compiuto per altre minoranze dell’Impero.

 



Mai 2015

The Archives of the International Prisoners-of-War Agency 1914-1919 (Website:
http://grandeguerre.icrc.org/)
During the First World War, 8 million soldiers fighting on the front and 2 million civilians, mainly those living abroad in enemy countries or areas under enemy occupation, were taken prisoner and interned in camps for several years.
On 21 August 1914, the ICRC established the International Prisoners-of-War Agency in Geneva, to which the warring States submitted, more or less regularly, lists of prisoners. The Agency received 400,000 pages of documents: lists of prisoners’ names and records of capture, of transfers between camps and of deaths in detention.
For each name listed, the Agency made out an index card. The cards were then classified by nationality and the detainee’s military or civilian status and filed alphabetically in 29 different card indexes. These indexes also contain enquiry cards, drawn up on the basis of data taken from the thousands of written requests for information submitted daily by relatives of the missing, which the Agency indexed before destroying the correspondence.
The Agency’s archives hold 5 million index cards, containing data on 2 million prisoners, primarily from the Western, Romanian and Serbian Fronts. Indexes relating to the vast Russian Front are kept in the archives of the Danish Red Cross in Copenhagen, as Denmark was a neutral State during the First World War.
 


März 2015

Dissertationsprojekt: Wem gehört das Objekt? Archäologische Sammlungen und Identitätsstiftung in transnationalen Räumen“ von Mag. Theresa Elisabeth Zifko, MA (Kontakt: theresa.zifko@uni-graz.at)
Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs ging eine doppelte Zäsur einher: Zusammenbruch der Monarchie und politischer Wechsel. Sodann wurden der geographische, der politische sowie der kulturelle Raum neu verhandelt. Bezüglich letzterem stand die Zugehörigkeit des ehemals gemeinsamen Erbes der Habsburg-Monarchie zur Diskussion, insbesondere bewegliche Kulturgüter. Retrospektiv stellt sich die Frage wie man damit umging, dass ungeachtet neuer politischer Grenzziehungen die gemeinsame (kulturhistorische) Geschichte dieser Räume in den Sammlungen verschiedener Museen weiterhin präsent war. Wem gehörte nun das gemeinsame Erbe? Im Rahmen der Dissertation werden insbesondere die „gewachsenen“ archäologischen Sammlungen des Landesmuseums Joanneum (heutiges Universalmuseum Joanneum GmbH) und des Naturhistorischen Museums in Wien untersucht. Anhand dieser wird nachvollziehbar gezeigt, wer unter welchen Rahmenbedingungen und mit welchen Argumenten archäologische Artefakte für sich beanspruchte. Ziel ist zu klären, warum museale Objekte als materielle Repräsentationen von Regionen oder Nationen identitätsstiftend wirken können. Abschluss der Dissertation ist für 2015 geplant.
 
 
 
Forschungs-, Ausstellungs- , Film- und Buchprojekt „Spurensuche Turkestan - Österreicher als Kriegsgefangene des Ersten Weltkriegs in Zentralasien“ (Kontakt: Peter Felch: p.felch@veni-eurasia.net oder peter.felch@gmx.at oder telefonisch unter 0699-108 47 3070699-108 47 307)
2014 jährte sich der Beginn des 1.Weltkrieg zum hundertsten Mal. Die Jahre des Gedenkens an die „Urkatastrophe des 20.Jahrunderts“ sind ein idealer Anlass, um an das Schicksal, die Erfahrungen und Arbeitstätigkeit, in vielen Fällen auch an Leiden und Tod von österreichischen Kriegsgefangenen in den heute unabhängigen Staaten Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan zu erinnern. Träger der Projektes ist der in Wien ansässige Verein VENI – Vienna Eurasia Network Initiative in Zusammenarbeit mit Partnern in Österreich, den Nachfolgestaaten der Österreichisch-ungarischen Monarchie, der Region Zentralasien, Kasachstan und Russland. Initiator und Projektleiter ist der Osteuropa-Historiker und Zentralasien-Kenner Dr. Peter Felch, der bereits umfangreiche Recherchearbeiten durchgeführt und mehrere Recherchereisen zu den Orten der ehemaligen Kriegsgefangenenlager absolviert hat. Für die weitere Durchführung des Projekts sucht VENI: 

- Wissenschaftler, die sich mit dieser Thematik befasst haben oder interessiert sind, am Thema mitzuarbeiten (z.B. durch Recherche in lokalen Archiven),
- Archive, Museen und private Sammler, die im Besitz von Originaldokumenten (Tagebücher, Korrespondenz etc.) und Bildmaterial von und über Kriegsgefangene sind,
- Nachkommen oder Familienangehörige ehemaliger Kriegsgefangener, in deren Familien Erinnerungen und Erinnerungsstücke vorhanden sind und die sich gegebenenfalls für Interviews zur Verfügung stellen würden,
- Museen und andere Kulturinstitutionen, die an der Umsetzung einer  Ausstellung oder Publikation und der Präsentation des Dokumentarfilms interessiert sind (auch mit lokalem Schwerpunkt),
- Partner, Sponsoren und Unterstützer für Recherche, Film, Buch und Ausstellungen, denen VENI im Rahmen des Projektes ein breites Angebot an Werbe- und Präsentationsmöglichkeiten bietet. 



Jänner 2015

Buchprojekt: Grenzgang. Das Pustertal und der Krieg 1914–1918 (Kontakt: Martin Kofler, m.kofler@tiroler-photoarchiv.at)
In spannenden, fundierten Beiträgen und anhand von über 250 großteils unbekannten und hier erstmals veröffentlichten Fotografien gibt dieser Bildband Aufschluss über den Bezirk Lienz und das Südtiroler Pustertal im Ersten Weltkrieg. Weite Teile des südlichen Bereiches dieser Region lagen direkt an der „Dolomitenfront“ in Fels und Eis und waren heiß umkämpft bzw. vom extremen Stellungskrieg bestimmt. Das Hinterland wiederum, die sogenannte „Heimatfront“, hatte auf vielfache Weise engsten Kontakt mit den Bergfronten.
Über die Hauptorte Lienz und Bruneck hinaus werden auch kleinere Einheiten wie das Kartitsch-Tilliacher Tal oder Sexten in den Blick genommen. Einen weiteren Schwerpunkt bilden der Einsatz der Tiroler Standschützen sowie die Entstehung des Mythos um den Bergführer und Standschützen Sepp Innerkofler. Über die Lokal- und Regionalgeschichte hinaus blicken Beiträge anderer Disziplinen wie der zeithistorischen Archäologie, Kunstgeschichte und Erinnerungskultur. Zudem vertiefen eindrucksvolle Fotostrecken Themen wie Vorabend 1913/14, „Heimatfront“ im Pustertal, Dolomitenfront, aber ebenso Einzelschicksale anhand von Porträtfotografie sowie die Dokumentation von Leid und Tod, Friedhöfen und Denkmälern. [Anm. d. Red.: Für das Titelzitat siehe Rubrik „Veröffentlichungen“]

 

Kriegsgefangene in Österreich(-Ungarn) 1914-1918 - Zwangsarbeit und Gewalt (Kontakt: Verena Moritz, Projektleitung: verena.moritz@univie.ac.at)
Etwa zwei Millionen „Feindsoldaten“ gerieten im Laufe des Ersten Weltkriegs in österreichisch-ungarische Gefangenschaft. Die internationale Forschung hat gerade in Hinblick auf die Kriegsgefangenschaft im Ersten Weltkrieg eine Reihe von Fragestellungen aufgeworfen, die der Thematik eine zusätzliche Wichtigkeit verleihen. Im Rahmen eines Forschungsprojektes mit institutioneller Anbindung an das Österreichische Staatsarchiv (OeStA), das vom FWF gefördert wird (Projekt P25968-G15), soll die Situation der Kriegsgefangenen in Österreich-Ungarn unter Berücksichtigung dieser Forschungsansätze analysiert werden, um unter anderem die entsprechenden Spezifika im Habsburgerstaat aufzuarbeiten.
Die Beschäftigung mit der Zwangsarbeit von Kriegsgefangenen im Kontext eines „total werdenden Krieges“ und seiner „Propagandaschlachten“, mit der Vernetzung von zivilen und militärischen Behörden in der Gefangenenbetreuung, mit dem Problem der Behandlung der Gefangenen vor dem Hintergrund der Diskussionen rund um die „Brutalisierung“ und „Entgrenzung“ der Kriegführung im Ersten Weltkrieg oder mit der Frage, wie militärische und zivile Behörden sowie diplomatische Stellen die Gefangenenproblematik wahrgenommen und (offiziell sowie intern) eingeschätzt und dargestellt haben, wird überdies dazu beitragen, die Gesamtthematik mit weiterreichenden Aspekten zu verbinden. Anknüpfungspunkte ergeben sich etwa mit der Gewaltforschung oder auch der Frage der Erinnerungskultur der habsburgischen Nachkriegsgesellschaften in Bezug auf die Kriegsgefangenschaft. Auf Grundlage einer breiten Quellenbasis und als Resultat einer engen Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen aus dem In- und Ausland sollen in den kommenden Jahren mehrere Publikationen zur Thematik entstehen.

 


November 2014

Titel: „Der ,Bund Jüdische Frontsoldaten Österreich’. (Jüdische) Identitätskonstruktionen in der Zwischenkriegszeit“ von Susanne Korbel (susanne.korbel@edu.uni-graz.at)
Identitäten und Erinnerungen sind untrennbar miteinander verbunden. Der ,Bund Jüdische Frontsoldaten Österreich’, eine sich als ‚jüdisch‘ beschreibende, paramilitärische Veteranenorganisation der Zwischenkriegszeit, konstruiert über die Erinnerung an ein ‚gemeinsames‘ Fronterlebnis - jüdischer und nichtjüdischer Soldaten - im Ersten Weltkrieg ein Gegennarrativ zu antisemitischen Stereotypen. Unter besonderer Berücksichtigung und Problematisierung von Kategorisierungen soll in der Arbeit illustriert werden, wie versucht wurde, nicht nur die ehemaligen Frontkämpfer, sondern auch Frauen und Kinder in diese neuen Identitätsentwürfe zu inkludieren. Dabei kam beispielsweise der Inszenierung von Körperlichkeit ebenso fundamentale Bedeutung zu wie den Erinnerungsakten. Wie in der Interaktion von JüdInnen und NichtjüdInnen neue Facetten von Identitäten entstehen und welche Auswirkungen diese auf das Kollektiv haben, wird in der Arbeit nachgezeichnet.


Das am Centrum für Jüdische Studien an der Universität Graz angesiedelte Dissertationsprojekt von Thomas Stoppacher (thomasreinhard.stoppacher@edu.uni-graz.at) beschäftigt sich mit dem Thema „Die Radikalisierung des Antisemitismus in Österreich von 1914 bis 1923 im Kontext der Konflikte der europäischen Nachkriegsordnung“.
Analysiert werden sowohl traditionelle, als auch im und nach dem Ersten Weltkrieg neu aufgekommene Erscheinungsformen des Antisemitismus. Es soll dargestellt werden, welche Rolle judenfeindliche Agitationen in den politischen Debatten dieser Umbruchsjahre spielten. Im Fokus stehen Personen, politische Parteien und Vereine sowie deren Vernetzung untereinander. Besonderes Augenmerk wird auf die Funktion von Antisemitismus als identitätsstiftendes Element in bestimmten gesellschaftlichen Lagern gelegt.
Neben Archivquellen wird auf jüdische Zeitungen und die Protokolle des Reichsrats bzw. der Nationalversammlung und des Nationalrats zurückgegriffen. Der gewählte methodische Zugang ist die historische Diskursanalyse. Durch die Kooperation mit einem Forschungskolleg am Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin, in dem der Erste Weltkrieg und die Konflikte der europäischen Nachkriegsordnung untersucht werden, ist eine stetige europäische Vergleichsperspektive gewährleistet.


1914-1918-online. International Encyclopedia of the First World War” is an English-language virtual reference work on the First World War. The multi-perspective, open-access knowledge base is the result of an international collaborative project involving more than 1,000 authors, editors, and partners from over fifty countries. More than 1,000 articles will be gradually published. Innovative navigation schemes based on Semantic Media Wiki technology provide nonlinear access to the encyclopedia’s content. URL: http://encyclopedia.1914-1918-online.net/home/ [Abruf: 01.11.2014].


Diplomarbeitsprojekt aus dem Bereich Fachdidaktik Geschichte: „Die Darstellung des 1. Weltkrieges in den Schulgeschichtsbüchern des Nationalsozialismus“ von Martin Altmann (Kontakt: martin.altmann@edu.uni-graz.at)
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 änderte sich vieles in Deutschland und nach dem „Anschluss“ auch in Österreich. Die Auswirkungen waren auch sehr stark im Schulsystem zu spüren. In dieser Diplomarbeit wird anhand des Themas „1. Weltkrieg“ exemplarisch untersucht, wie sich die Schulgeschichtsbuchschreibung in dieser Zeit verändert hat. Gegenstand der Untersuchung sind dabei die Schulgeschichtsbücher aus Österreich und Deutschland, die vor dem „Anschluss“ verwendet wurden und die Schulgeschichtsbücher, die in der Zeit der Terrorherrschaft herausgegeben wurde. Konkret werden in den zwei Teilen der Diplomarbeit das „neue“ Schulsystem und die Schulbuchsituation beschrieben sowie die konkreten Veränderungen in der Darstellungsweise des 1. Weltkrieges analysiert. Dabei sollen Unterschiede zwischen historischen Fakten und der Ideologievermittlung  aufgezeigt werden.
 

 



September 2014

(Arbeitstitel:) „Festungsbaukunst und Technikentwicklung im K.(u.)k. Militärbau am Beispiel der permanenten Befestigungsanlagen in Bosnien, der Herzegowina und im heutigen Montenegro“ von Volker K. Pachauer (Kontakt: pachauer@tugraz.at)
Eine in der Architekturgeschichte noch spärlich behandelte Thematik sind die fortifikatorischen Zweckbauten des 19. Und 20. Jahrhunderts. Für die Forschung bietet die Militärarchitektur in besagtem Gebiet eine interessante Hinterlassenschaft. Die aus verschiedenen Bauphasen der k.u.k. Monarchie erhaltenen Typologien erlauben es, über einen Zeitraum von annähernd einem Jahrhundert Entwicklungen, technische Neuerungen und Wechsel der Typologien zu rekonstruieren, wie kaum in einer anderen Region.
In erster Linie soll eine exakte typologische und bauhistorische Rekonstruktion vorgenommen werden. Gerade in den sogenannten Okkupationsgebieten muss aber auch die Frage der Wechselwirkung zwischen Militär und Zivil gestellt werden.
Neben den historiographischen Aspekten wird auf aktuelle Entwicklung betreffend Erhaltung eingegangen.

„Tiroler Ehrenbuch − digital“ ist ein Projekt der Projekt der Tiroler Landesmuseen (Kontakt: Mag. Martin Lugger, ehrenbuecher@tiroler-landesmuseen.at)
In den Tiroler Ehrenbüchern sind die Namen vermisster, gefallener und verstorbener Kriegsteilnehmer aus Alt-Tirol von 1796 bis 1945 festgehalten. Sie umfassen 158 Bände. Ein Teil davon befindet sich in der Landesgedächtniskapelle im TIROL PANORAMA mit Kaiserjägermuseum. Das Tiroler Ehrenbuch soll – wie ein Denkmal – die Erinnerung an die Kriegsteilnehmer dauerhaft ermöglichen und ist als Teil zur Trauerarbeit und Bewältigung der Kriegserlebnisse der betroffenen Generation zu sehen.
120 Bände alleine beziehen sich auf die Zeit des Ersten Weltkriegs. Neben biografischen Daten wie Geburts- und Sterbedatum, Heimatgemeinde, Beruf und Sterbeort beinhalten die Tiroler Ehrenbücher viele Sterbe- und Andenkenbilder, in einigen Fällen sogar Feldpostbriefe oder kurze Lebensskizzen.
Um diese einzigartige Quelle auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hat das Land Tirol ein Projektteam mit VertreterInnen der Universität Innsbruck, des Tiroler Landesarchivs und der Tiroler Landesmuseen mit der Digitalisierung und wissenschaftlichen Bearbeitung der 120 Bände zum Ersten Weltkrieg beauftragt. Interessierte können via Internet in einer benutzerfreundlichen Datenbank in die Tiroler Ehrenbücher Einsicht nehmen bzw. darin recherchieren. Es besteht auch die Möglichkeit, zusätzliche Materialien zu den Personen in die Datenbank einzubringen.

Wanderausstellungsprojekt „Volders und Russland im Ersten Weltkrieg. Berührungspunkte – Lebensunterbrechungen – Bürde“ (Kontakt: Harald Stadler, Universität Innsbruck, E-Mail: Harald.Stadler@uibk.ac.at)
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Archäologien der Universität Innsbruck und dem Russlandzentrum in Innsbruck sowie dem Museumsverein Wattens-Volders werden den Besuchern in der Ausstellung im Foyer der Neuen Mittelschule Volders Bezugspunkte zwischen der Gemeinde Volders und Russland im 1. Weltkrieg näher gebracht. Sichtweisen zum Geschehen von SchülerInnen des Gymnasiums Rostow am Don und dem PORG St. Karl in Volders, Einzelschicksale gefallener, vermisster und heimgekehrter Gemeindebürger des östlichen Kriegsschauplatz, russische Kriegsgefangene in Volders, Kriegsgefangenenarbeiten und archäologische Funde, geben einen kleinen, nach Osten gerichteten gemeindebezogenen Blick auf die Zeit zwischen 1914 und 1918.
Die Ausstellung wird am 7. November 2014, 18:00 Uhr im Foyer der Neuen Mittelschule Volders, Augasse 9, eröffnet und ist vom 8. bis 29. November 2014 täglich von 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr geöffnet. Nach dem Ende der Präsentation in Volders wandert die Schau nach Moskau, wo sie am 10. Dezember 2014 im Alexander Solschenizyn-Zentrum in Moskau eröffnet wird. Als dritte Station ist Rostow am Don im Jahre 2015 geplant.
 

 



Mai 2014

Ausstellungsprojekt: Die Steiermark und der „Große Krieg“
Laufzeit: 28.06.2014-05.07.2015, Museum im Palais, Sackstraße 16 A-8010 Graz, Ansprechperson: Nicole-Melanie Goll (E-Mail: nicole.goll@uni-graz.at)
Das Universalmuseum Joanneum nimmt das Gedenkjahr zum Anlass und zeigt im Museum im Palais die Sonderausstellung „Die Steiermark und der Große Krieg“. Das Joanneum hat sich dabei in Kooperation mit der Karl-Franzens-Universität Graz bewusst für diesen regionalen Schwerpunkt entschieden. Die Ausstellung, die von 28. Juni 2014 bis 05. Juli 2015 zu sehen sein wird, richtet damit erstmals den Blick auf eine Region, die zwar nicht unmittelbar von den Kampfhandlungen betroffen war, dennoch aber von den Folgewirkungen sehr stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der „Große Krieg“ war an der Heimatfront stets sicht- und für die Zivilbevölkerung vor allem spürbar. Er bedeutete vor allem Hunger, Entbehrung und einen starken staatlichen Eingriff in die Lebenswelt der Steirer und Steirerinnen. Mit Hilfe von sehr persönlichen Gegenständen, Feldpostbriefen, Fotografien oder Tagebüchern wird aufgezeigt welche weitreichenden Veränderungen der Erste Weltkrieg für die Bevölkerung in der Steiermark mit sich brachte.

Das Kriegstagebuch im Ersten Weltkrieg. Raumtheoretische Analyse der Kriegstagebücher von Egon Erwin Kisch und Bernhard Bardach unter Berücksichtigung von Kurt Lewins „Kriegslandschaftvon Tanja Grössing (E-Mail: tanja.groessing@edu.uni-graz.at)
Tagebücher werden in der literaturwissenschaftlichen Forschung häufig vernachlässigt, dabei bieten gerade Diarien einen authentischen Blick auf Emotionen, Denk- und Verhaltensweisen oder auch konkrete Ereignisse. Dieses Masterarbeitsprojekt versucht einen Beitrag zur Tagebuchforschung zu leisten. Die Grundlage dafür liefern zwei Tagebücher aus dem Ersten Weltkrieg: Das bereits in den 1920er Jahren publizierte Tagebuch des Schriftstellers und Publizisten Egon E. Kisch und die bis heute nicht veröffentlichten Aufzeichnungen des Arztes Bernhard Bardach. Als theoretische Grundlage dient der Aufsatz „Kriegslandschaft“ des Phänomenologen Kurt Lewin. Lewin, der selbst am Ersten Weltkrieg teilgenommen hat, versucht die wirklich gesehene Kriegslandschaft als ein Konstrukt darzustellen, dass von Erlebnissen, Erfahrungen und Vorstellungen des Soldaten geprägt ist. Auf Grundlage dieses Aufsatzes soll ein Schema von Landschaftszonen entwickelt und auf die beiden Tagebücher angewendet werden.



März 2014

Ausstellungsprojekt des Lienzer Stadtmuseums (www.museum-schlossbruck.at) zu „TOTENTANZ. EGGER-LIENZ UND DER KRIEG“ (von 15.6.2014–26.10.2014, Museum Schloss Bruck, A-9900 Lienz)
Der „Totentanz von Anno Neun“, ein Hauptwerk österreichischer Kunstgeschichte am Beginn des 20. Jahrhunderts, spielt im Œuvre von Albin Egger-Lienz, dem Wegbereiter des österreichischen Expressionismus, eine herausragende Rolle.
Egger-Lienz´ Kriegsbilder gelten als eindringliche Mahnmale gegen die Gräuel von Kampf und Gewalt. Sie stehen im Zentrum der Ausstellung, die das Schlüsselwerk zum Anlass nimmt, die malerische Entwicklung, seine Auseinandersetzung mit dem Krieg, aber auch die widersprüchliche Rezeptionsgeschichte seines Werks nachzuzeichnen.
Egger´s „Kriegsbilder“ werden im Dialog mit Werken seiner Zeit betrachtet, die zum Teil eine verblüffende Verwandtschaft aufweisen. Vergleiche mit Künstlern wie Max Beckmann, Otto Dix, Käthe Kollwitz, u. a. ermöglichen eine differenzierte und kontextualisierte Betrachtung. Ein schärferes Bild von Egger-Lienz entsteht.

Ausstellungsprojekt „JUBEL & ELEND. Leben mit dem Großen Krieg 1914-1918“, die im Renaissanceschloss Schallaburg vom 29.03. bis 09.11.2014 zu sehen sein wird.
Die Vorbereitungen für die bisher umfassendste Ausstellung zum Ersten Weltkrieg in Österreich laufen auf Hochtouren. Anhand individueller Lebenswelten und persönlicher Schicksale beleuchtet die Schallaburg die historischen Ereignisse. 1.000 Objekte von 140 nationalen wie internationalen LeihgeberInnen erzählen spannende und vielfach berührende Geschichten aus dem Großen Krieg. Die Schallaburg, die 2014 ihr 40-jähriges Bestehen als internationales Ausstellungszentrum feiert, beleuchtet auf 1.300 Quadratmetern Fläche auch die globale Perspektive dieses ersten weltumfassenden und industrialisierten Krieges. Ein interaktives Konfliktlabor zeigt zudem, dass man aus den Fehlern des Ersten Weltkriegs auch für den alltäglichen mitmenschlichen Umgang lernen kann (Informationen: http://www.schallaburg.at/de/ausstellung/2014-jubel-elend)



Jänner 2014

Dissertationsprojekt von Ina Szymnau (Kontakt: inaszymnau@web.de) zu “Identität – Tapferkeit – Ehre. Die Verdienst- und Tapferkeitsauszeichnungen des Ersten Weltkriegs in der Lebenswelt österreichischer, bayerischer und württembergischer Soldaten und Offiziere
Diese Analyse der Auszeichnungspraktiken der k.u.k. Armee im Abgleich mit der Vorgehensweise in den kgl. Bayerischen und kgl. Württembergischen Kontingenten des deutschen Heeres während des Ersten Weltkriegs wird die Kulturgeschichte der k.u.k. Armee mit der der süddeutschen Teilstaaten des Deutschen Kaiserreichs verknüpfen.
Neben der institutionengeschichtlichen Perspektive, die auch die Beziehungen der drei genannten Heeresverwaltungen untereinander analysiert, stehen auch die individuellen Sinnzuschreibungen und Deutungsmuster der dekorierten – und gerade auch der nicht dekorierten – Soldaten und Offiziere im Vordergrund der Untersuchung. Dadurch leistet sie einen Beitrag zu den Diskussionen um das Gewicht von Ehre als „symbolisches Kapital“ und um den Einfluss von Kriegsauszeichnungen auf die Motivation und die Identität der Soldaten.

Ausstellungsprojekt des Südtiroler Landesmuseums für Volkskunde und der Universität Innsbruck (Ansprechperson: Brigitte Strauß, Kontakt: brigitte.strauss@landesmuseen.it) zu “Kriegserfahrungen der Frauen in der Tiroler Landwirtschaft 1914–1918
Während es durchaus Studien zur Agrargeschichte in den Jahren zwischen 1914 und 1918 gibt, blieben die Auswirkungen des Krieges auf die ländlich-bäuerliche Gesellschaft bisher unbeachtet. Das Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde erarbeitet in Zusammenarbeit mit Prof. Gunda Barth-Scalmani (Universität Innsbruck) in einem Projekt zur regionalen Erfahrungsgeschichte eine Ausstellung zum Alltag der Frauen in der Landwirtschaft während des Ersten Weltkrieges in Tirol.
Dabei sollen unter anderem die folgenden Fragen geklärt werden: Wie wirkten sich die militärischen Requirierungen und Zwangsmaßnahmen auf die ländliche Gesellschaft aus? Die Bewirtschaftung der bäuerlichen Betriebe Tirols litt aufgrund der überdurchschnittlich hohen Zahl an Eingezogenen schon ab 1914, verstärkt ab 1915, unter Arbeitskräftemangel. Frauen waren schon vor Kriegsausbruch voll in die Bewirtschaftung der Höfe eingebunden. Wie bewältigten sie nun, unterstützt durch Kinder, Halbwüchsige und ältere Männer, die zusätzliche Arbeitsbelastung unter verschlechterten Produktionsbedingungen? Wie gingen sie mit dem temporären und teils endgültigen Verlust von Ehemännern, Söhnen oder Brüdern um? Wie funktionierte die Kommunikation mit den Abwesenden?



November 2013

Lukas Waltl (Kontakt: lukas.waltl@edu.uni-graz.at) unterzieht in seinem Dissertationsprojekt eine Reihe deutschsprachiger jüdischer Zeitschriften, die zur Zeit des Ersten Weltkriegs in der Habsburgermonarchie erschienen sind (es handelt sich dabei konkret um „Dr. Bloch's Österreichische Wochenschrift“, „Die Wahrheit“, „Jüdische Volksstimme“, „Jüdische Zeitung“ und die „Selbstwehr“), einer sowohl diskurstheoretischen als auch narratologisch informierten Befragung.
Erstere soll die Formen der Aussagepraxis untersuchen, durch welche, im Kontrast zu den vielen Tausend individuell-partikulären Weltkriegserfahrungen österreichischer Juden, eine mehr oder weniger einheitliche diskursive Wirklichkeit „des“ Weltkriegs konstituiert wird.
In einem weiteren Schritt sollen die Zeitschriften mit Methoden der Narratologie als textuelle Sinnkonstruktionen gelesen werden, um zu untersuchen, unter Zuhilfenahme welcher Mittel und mit was für einem Ergebnis der Große Krieg verfolgt, interpretiert, propagiert und kritisiert wird.


[Arbeitstitel:] Konflikt, Kooperation, Konzeptlosigkeit – Die österreichisch-ungarische Besatzung Montenegros im Ersten Weltkrieg
Heiko Brendel untersucht in seiner Dissertationsschrift die fast dreijährige österreichisch-ungarische Besatzungsherrschaft über Montenegro, die im Januar 1916 begann und bis zum Zusammenbruch der Habsburgermonarchie im Herbst 1918 andauerte. Leitthemen seines Vorhabens sind einerseits die starke Fragmentierung des k. u. k. Militärgeneralgouvernements Montenegro in topographischer, ethno-religiöser, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Hinsicht, andererseits die Konzeptlosigkeit und mangelnde Entscheidungsfreude der Besatzer.
Eine zentrale These seiner Arbeit ist, dass die fehlende Entschlusskraft der österreichisch-ungarischen Entscheidungsträger – die teilweise Züge kollektiver Verantwortungslosigkeit trug – viele Probleme der Besatzung, die sich ursächlich aus der ausgeprägten Fragmentierung Montenegros ergaben, erheblich verschärften. Vorhandene Probleme wurden aufgeschoben oder höchstens situativ und entsprechend widersprüchlich gelöst – bis der Krieg zu seinem Ende kam.
Kontakt: Heiko Brendel (Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, brendelh@uni-mainz.de)
 



September 2013

Dissertationsprojekt von Aibe-Marlene Gerdes (recherche@dva.uni-freiburg.de) an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Prof. Dr. Sylvia Paletschek, Prof. Dr. Gerd Krumeich; Abschluss Februar 2014)

„Den Krieg sammeln. Die Kriegssammlungen der Mittelmächte im Ersten Weltkrieg“ 
Zwischen 1914 und den frühen 1920er Jahren avancierte das systematische Dokumentieren des Weltkrieges als „große Zeitenwende“ in sogenannten Weltkriegssammlungen zu einem gesellschaftlichen Massenphänomen. Das Dissertationsprojekt untersucht das Sammeln als kulturelle Praxis und essentiellen Ausdruck des Zeitgeistes von 1914-1918. Die Intention der Initiatoren der zahlreichen Weltkriegssammlungen im Deutschen Reich und in Österreich-Ungarn, ihre Sammeltätigkeit und -praxis sowie die kulturelle Verortung der Sammlungen in der Kriegsgesellschaft werden ausgehend vom zeitgenössischen populären und Fachdiskurs analysiert. Im Fokus der Untersuchung steht die Etablierung einer der Mittelmächte eigenen "Kriegssammlerbewegung".



Mai 2013

„Gekämpft, gefangen und vergessen? Die k.u.k. Regierung und die österreichisch-ungarischen Kriegsgefangenen in Russland 1914-1918“ von Matthias Egger (matthias.egger@aon.at)

Kriegsgefangenschaft war ein Massenphänomen im Ersten Weltkrieg. Zwischen August 1914 und November 1918 gerieten insgesamt sieben bis neun Millionen Soldaten „in Feindeshand“. Österreich-Ungarn war dabei in besonderem Ausmaß mit diesem Phänomen konfrontiert, geriet doch beinahe ein Drittel aller mobilisierten k.u.k. Soldaten – rund 2,8 Millionen – in Gefangenschaft. Nicht nur auf Grund dieser unerwarteten Dimensionen, sondern auch weil die Bestimmungen der Haager Landkriegsordnung von 1907 in den kriegführenden Ländern – insbesondere aber in Russland – wenig Beachtung fanden, wurde die Regierung in Wien vor eine große Herausforderungen gestellt, denn die österreichisch-ungarischen Kriegsgefangenen erwarteten, wie Alon Rachamimov festgestellt hat, „von den offiziellen Stellen [der Habsburgermonarchie] Entgegenkommen, Engagement und bestmögliche Hilfeleistung.“ Im Rahmen des vorliegenden Projektes wird erstmals systematisch erforscht, wie die k.u.k. Regierung mit dieser enormen Herausforderung umgegangen ist, d.h. es wird untersucht, welche Anstrengungen in Wien bzw. Budapest getroffen wurden, um die österreichisch-ungarischen Kriegsgefangenen im Zarenreich zu unterstützen.

„,7 Söhne im Felde’ - Die Darstellung der Familie in ausgewählten jüdischen Zeitschriften im Zeichen des Ersten Weltkriegs“ von Britta Wedam (britta.wedam@uni-graz.at)

Grundlegende Veränderungen haben durch den Ersten Weltkrieg im Familiengeflecht stattgefunden: Ehemänner, Väter, Söhne, Brüder starben an der Front bzw. kamen schwer verletzt oder traumatisiert zurück, Kinder konnten teils nicht mehr versorgt werden, Frauen engagierten sich in unterschiedlichsten Bereichen, Existenzgrundlagen wurden zerstört und neue Arbeitsbedingungen geschaffen.
Britta Wedam analysiert für ihre Masterarbeit Berichte, Aufrufe zu Hilfsprojekten, Anzeigen, veröffentlichte Briefe etc. in Hinblick auf die Veränderungen, die die Kategorie Familie betreffen, in ausgewählten jüdischen Zeitschriften (v. a. Dr. Bloch´s Österreichische Wochenschrift, Die Wahrheit) im Zeitraum des 1. Weltkriegs. Der Krieg veränderte jegliches Alltagsleben, umso mehr lag der Fokus darauf, eine gewisse Art von Alltag und Ritualen aufrechtzuerhalten. Prioritär ist die Einheit und Versorgung der Familie sowie die zukünftige Erhaltung einer Gemeinschaft.

„Gesichtsrekonstruktionen während des Ersten Weltkrieges in Zentraleuropa. Handlungsspielräume und Lebensentwürfe von Kieferschussverletzten“ von Melanie Ruff (ruff@historyworldwarone.com)

Im Zuge der Kampfhandlungen an den Fronten des Ersten Weltkrieges kam es durch den Einsatz neuer Geschosse zu spezifischen Kopfschussverletzungen, auf welche die militärische Führung und das Sanitätswesen nicht vorbereitet waren. Es stellte sich heraus, dass neben den Schmerzen, den Beschwerden beim Kauen und dem Unvermögen zu Sprechen, die Entstellungen im Gesicht besonders demoralisierend und auch oftmals traumatisierend auf die Soldaten wirkten. Untersucht werden in diesem Dissertationsprojekt die Handlungsspielräume und Lebensentwürfe von kieferverletzten Soldaten des Ersten Weltkrieges in Zentraleuropa. Die Handlungsräume dieser Kriegsverletzten setzen sich zusammen aus dem medizinischem Wissen der Zeit, den Intentionen der Akteure, dem Diskurs über die entstellten Gesichter, dem Alltag in den Lazaretten, den Selbstbildern der Patienten während der Behandlung sowie den neu zu erlernenden Körperpraktiken aufgrund der Verletzung im Gesicht. Es zeigte sich, dass die Gesichtsverletzten auf sehr individuelle Weise lernten mit den ihnen zugefügten Verletzungen am Körper und der daraus resultierenden neuen Lebenssituation umzugehen.
 



März 2013

Lena Radauer: Dissertationsprojekt "Freunde, Kollegen, Vermittler. Österreichisch-ungarische und deutsche kriegsgefangene Künstler in sibirischen Städten während des Ersten Weltkrieges und ihre Beziehungen zur russischen Künstlerschaft", durchgeführt am DFG-Graduiertenkolleg „Freunde, Gönner, Getreue“ der Universität Freiburg.
Gestützt auf die Annahme, dass die politisch-gesellschaftlichen Umstände in Sibirien einer Annäherung zwischen Kriegsgefangenen und lokaler Bevölkerung zuträglich waren, soll am Beispiel von sechs sibirischen Großstädten das Ausmaß der beruflichen Zusammenarbeit von bildenden und angewandten Künstlern untersucht werden. Gleichzeitig werden Formen und Organisationsgrad der kreativen Tätigkeit  innerhalb der sibirischen Kriegsgefangenenlager erforscht.
Hierzu werden Nachlässe und Archivbestände sowohl aus Deutschland und Österreich, als auch aus Russland einbezogen.
Somit sollen u. a. Antworten auf die Fragen gefunden werden, ob und wie sich Nationalitätsunterschiede auf  die Zusammenarbeit innerhalb sowie außerhalb der Lager auswirkten, bzw. ob von einer Integration der Kriegsgefangenen in die sibirische Gesellschaft gesprochen werden kann.



Jänner 2013

Musik in Uniform 1914-1918. Militärmusik und Soldatenlieder in der k.u.k. Armee während des Ersten Weltkriegs.
Was haben Musik und Militär gemeinsam? martin Scheiring, Student an der Universität Innsbruck, untersucht in seiner Diplomarbeit Musik in Uniform in der k.u.k. Armee im Ersten Weltkrieg. Es geht um Militärmusik und Soldatenlieder, die beide für den einzelnen Soldaten eine Möglichkeit darstelleten, Musik mit all den damit verbundenen Emotionen im Krieg zu erleben. Methodisch gesehen werden die Militärmusiken der Tiroler Kaiserjäger, Sammelaktionen von Soldatenliedern und Lieder selbst untersucht, um die Musikpraktik im Militär und dessen historische Relevanz darzustellen.
 



November 2012

Rumänien und der Erste Weltkrieg
Das Thema umfasst den rumänischen Staat im Ersten Weltkrieg, die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf den rumänischen Staat sowie die Rumänen außerhalb Rumäniens im Ersten Weltkrieg.  Alle drei Facetten enthalten nicht nur unterschiedliche Fragestellungen und Inhalte, sondern erfordern auch verschiedene methodische Zugänge.

In Vorbereitung auf das Jahr 2014 als 100-Jahres-Retrospektive auf den Ersten Weltkrieg bzw. dessen Ausbruch sind von Seiten des Instituts für Geschichte an der Universität Graz mehrere wissenschaftliche Vorhaben in Vorbereitung: Die Erstellung der Inhalte für ein Online-Lexikon zum Ersten Weltkrieg betreffs Rumänien und die Rumänen  bis März 2013. Die diesbezüglichen Vorbereitungen sind in Gang und sehen die Einbindung von Fachkräften aus Rumänien vor,
Eine Tagung (September 2014) in Kooperation mit dem Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde zum Thema „Siebenbürgen und der Erste Weltkrieg“,
Die Vorplanung zu einer Tagung zum Thema „Die Stadt zwischen Front und Etappe im Karpatenraum“ (Mai 2015?), bei der insbesondere NachwuchswissenschaftlerInnen ihre Studien präsentieren können sollen,
Die Ausarbeitung von Archivmaterialien aus Wien (Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Kriegsarchiv) zur Frage der Beteiligung Österreich-Ungarns an der Besetzung Rumäniens 1916-1918 in der Form kleiner Studien zu ausgewählten Kapiteln.Kontakt: Harald Heppner, harald.heppner@uni-graz.at

 

Rian van Meeteren, “ViribusUnitis” Nationaliteiten binnen het Oostenrijks-Hongaarse leger tijdens het eerste oorlogsjaar (augustus 1914 – mei 1915). (“ViribusUnitis” Nationalities within the Austro-Hungarian army during the first year of the war (August 1914 – May 1915)., MA Thesis University of Amsterdam, 2012 (93 pages, Dutch).
This literature study addresses the nationality issues within the Austro-Hungarian Army during the first year of the war. The often drawn conclusion that the Slavic troops, in particular the Czech, were unreliable right from the start of the war seems too easy as in most cases there are plausible military explanations for the military failures. The main conclusion of the thesis is that nationality issues did not appreciably contribute to the failure of the Austro-Hungarian army during the first year of the war.

 UK WORLD WAR ONE COLLECTIONS: As part of the JISC World War One Discovery Programme to mark the centenary in 2014 of the outbreak of the War, King's College London has created an accessible online database which captures information on UK university, archive, library and museum holdings relating to the conflict. Link: http://jiscww1discovery.net/



September 2012

Rez. WWW: Digitale Quellensammlungen zum Ersten Weltkrieg
Rezensiert für H-Soz-u-Kult von: Christian Götter / Andreas Eberhard,
Historisches Seminar, Technische Universität Braunschweig. Nachzulesen ist
die Rezension unter:
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=163&type=rezwww&sort=datum&order=down&search=Christian+G%C3%B6tter.

Folgende Quellensammlungen wurden rezensiert:
The Great War Archive
<http://www.oucs.ox.ac.uk/ww1lit/gwa/>
Herausgeber: The First World War Poetry Archive
<http://www.oucs.ox.ac.uk/ww1lit/>
Weitere Informationen: <http://www.clio-online.de/Web=26637>

Europeana 1914-1918 (Erster Weltkrieg in Alltagsdokumenten)
<http://www.europeana1914-1918.eu/de>
Herausgeber: Europeana
Weitere Informationen: <http://www.clio-online.de/Web=26612>

The World War I Document Archiv
<http://www.lib.byu.edu/~rdh/wwi/index.html>
Herausgeber: Hacken, Richard <Richard_Hacken@byu.edu> (Brigham Young
University);
Plotke, Jane, World War I Military History List (WWI-L): US
<http://raven.cc.ukans.edu/~kansite/ww_one/wwi-l.html>
Weitere Informationen: <http://www.clio-online.de/Web=15131>

1418 - documenti e immagini della grande guerra <http://www.14-18.it/>
Herausgeber: Ministero per i Beni e le Attività Culturali, Ministero per i
Beni e le
Attività Culturali
Weitere Informationen: <http://www.clio-online.de/Web=26458>

Gallica
<http://gallica.bnf.fr/>
Herausgeber: Bibliothèque nationale de France: Paris, FR
Weitere Informationen:
<http://www.clio-online.de/Web=11869>

Die International Society for First World War Studies arbeitet derzeit an
einer umfassenden *Sammelbibliographie zum Ersten Weltkrieg*. Wir möchten
mit diesem Link auf die Sammlung zu „Österreich-Ungarn“ hinweisen:
http://www.firstworldwarstudies.org/?page_id=888.

*Russia´s Great War and Revolution.* Internationales Projekt zu Russland
im Ersten Weltkrieg und zur Revolution, das in einer über 20-bändigen
Reihe mündet. Die Bände erscheinen ab 2014; einzelne Beiträge werden schon
auf der Website veröffentlicht. Mehr Informationen unter:
http://web.ku.edu/~russiasgreatwar/cgi-bin/index.php.


 
Mai 2012

 The International Society for First World War Study intensifies on its
website the possibility to intensify the scholarly exchange of the
members. As described in a post
<http://www.firstworldwarstudies.org/?p=973> on the Society website, the
bibliography
section <http://www.firstworldwarstudies.org/?page_id=875> has been
completely reworked and currently includes just short of 1800 titles split
into a wide range of categories, plus a new presentation of the previously
established WWI-filmography. The really fundamental changes are however
“under the hood”: what looks like a static bibliography, an ordinary list,
is actually a constantly updated feed from a shared bibliography
established and hosted by the open-source and free bibliography tool
Zotero <http://www.zotero.org/>.



März 2012

Zu den zahlreichen derzeit entstehenden Online-Quellensammlungen, siehe
die kürzlich erschienene Sammelrezension auf H-Soz-Kult:
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/type=rezwww&id=163.



Jänner 2012

Mit der Tagung “Geo-Politics in the Age of the Great War 1900–1930” im
Oktober 2011 startete das Internationale Forschungszentrum
Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität Linz  eine gemeinsam mit
Michael Geyer (Chicago) konzipierte Konferenzreihe, die den Ersten
Weltkrieg aus der Rückschau des 21. Jahrhunderts neu perspektiveren und in
einen, bis zum Wendejahr 1989 reichenden Kontext globaler
Gewaltgeschichten einbetten soll.  Die Tagung zu „Geo-Politics“ nahm die
tektonischen Verwerfungen der europäischen Zivilisation entlang der Brüche
in West und Ost sowie die Umwälzungen von Lebensentwürfen und moralischen
Ordnungsvorstellungen in den Blick. Die 2012 Tagung „Techno-Politics“ wird
den Weltkrieg als eine umfassende Verfügungsgewalt über Technik,
Ressourcen und Menschen und die daraus folgenden Utopien von
Befriedungsszenarien und neuen Rechtsordnungen zum Thema machen. Die 2013
Konferenz „Sensory Politics“ soll nicht nur an Karl Kraus und die „letzten
Tage der Menschheit“ erinnern, sondern auch die durch den Massentod
evozierte Medienrevolution thematisieren.



November 2011

Das Dissertationsprojekt von Éva Kósa (Andrássy Universität, Budapest)
beschäftigt sich mit *Tagebüchern aus dem Ersten Weltkrieg*. Es soll an
ihnen untersucht werden, wie man Sterben, Tod und Trauer im Ersten
Weltkrieg wahrnahm und darüber berichtete. Es werden Tagebücher von
Ungarn, Österreichern und Deutschen mit verschiedenen Hintergründen, was
das Alter, den Beruf und das Herkunftsmilieu betrifft, untersucht. Mit der
Analyse sollen Fragen beantwortet werden, wie etwa: Welche Menschen wie
Sterben und Trauer wahrnahmen und diese aus welchen Gesichtspunkten
schilderten? Ob ein Gewöhnungseffekt an den massenhaften Tod möglich war,
und ob der Tod des Einzelnen als tragisch empfunden wurde oder ob dieser
im Massensterben des Krieges verschmolz?
kosa.eva@gmail.com

CfP: Call for papers for publication “Comunità e territori nella Grande
Guerra”/”Communities and territories during the Great War”

Several Italian research centres (the research centre “A. Galmozzi” Crema,
the Historical Institutes ISTRESCO Treviso, Istituto Storico Modena, IFSML
Udine and ISTORECO Reggio Emilia, the Inter-university Centre for
Military-historical Studies and Research and the National Association of
Military Health Care – Department of Turin) invite scholars to present
paper proposals for a forthcoming publication, which is planned to be
published in 2013 and will contain essays under the title “Comunità e
territori nella Grande Guerra”(Communities and territories during the
Great War).
This publication will feature studies in the local-related aspects of
First World War. Material conditions, economic, statistic and demographic
data and issues, impact of military rules, organisation and units
(especially behind the front line), everyday life, administration policies
for controlling the territory and the population, interrelations (and
tensions) between urban spaces and their surroundings: these are some of
the possible themes the publicationwishes to cover.
The publication will have the goal of highlighting similarities and
peculiarities among several case studies, with consideration for the
several stages and developments of the mobilisation. The general inquiry
also aims to prompt a collective analysis about the issue of the
modernisation turn occurred during the conflict and its impact on several
agents and levels of different societies and territories, and to offer a
platform for different approaches to these themes.
Some of the possible topics for the contributions are, for instance:
1. Situations and elements which marked a rupture, a discontinuity or
prompted a change; responses to these changes and turns by institutions,
individuals, social groups, etc…with focus on both
institutional/decision-makers responses and on influences or resistances
among the population during the war emergencies;
2. Reconstruction and analysis of war experiences from the peculiar
perspective of urban spaces, communities, agrarian territories far away
from the front line, with a particular attention to the main events and to
local interpretation of these events, to new ways of perceiving and
evaluating these events, to routines, practices in everyday’s life (health
care, food supply, diet, social assistance, production, work and
professions, family life);
3. Processes concerning nation building and “Italianisation”, building or
destroying solidarity, inclusion and exclusion; processes of political
awareness and organisation by groups, especially concerning the expansion
of rights; processes of “occupying” – also metaphorically- a territory
with new parties, associations, organisations, popular movements.
To guarantee a broader analysis of the themes, including up to now
neglected issues or realities, the committee will particularly welcome any
contribution focusing on cities, communities and territories not only from
Northern Italy but also from Central and Southern Italy, which were only
geographically marginal towards fronts and consequences of the war.
Similarly, contributions using less known or unexplored sources will be
given priority. To finalise your application, please send an academic
curriculum vitae (résumé) listing all of your publications and your essay
proposal (max.2000 characters). The paper with your proposal will also
have to feature:
- a provisional title;
- a description of the topic you would like to analyse;
- a list of sources used for the research;
- An e-mail address.
The deadline for submitting proposals is 31 December 2011.  We kindly ask
to send your papers preferably as attachments in PDF format. Proposals and
CVs can also be submitted in English and German. Please send your files
to: cfp.comter@gmail.com
The selection and notification process is planned to be completed by 30
March 2012.



September 2011

Mit der Dissertationsarbeit „Synergetische und additive Kooperation der
Mittelmächte an der mazedonischen Front“ von Bernhard Bachinger soll
untersucht werden, mit welchen Problemstellungen sich die zivilen und
militärischen Akteure der Mittelmächte beim Aufbau einer funktionierenden
Kommunikation konfrontiert sahen, als sie für die kooperative
Kriegsführung an der mazedonische Front ein wirksames Management
installierten. Anhand von vier Parametern (Personalebene, Ressourcen,
Kommunikation, Zeit) werden exemplarisch die Schwierigkeiten sowie die
Problemlösungsprozesse aufgezeigt, deren Ergebnisse Rückschlüsse für die
Innovationsfähigkeit aber auch für die Dynamik innerhalb des Bündnisses
zulassen.

Am LBI für Kriegsfolgen-Forschung startet mit September 2011 ein
mehrjähriges FWF-Projekt unter dem Titel „Beyond the Trenches“, geleitet
von Wolfram Dornik. Das Projekt widmet sich der Kriegserfahrung von
österreichisch-ungarischen Soldaten an der Ostfront des Ersten
Weltkrieges. Anhand von unveröffentlichte Tagebüchern, Notizen,
Manuskripten, der während und nach dem Krieg publizierten
Erinnerungsliteratur sowie Filme und Fotos werden Erzählmuster und
Erinnerungstopoi zum „Krieg im Osten“ und den Unterschieden zu anderen
Frontabschnitten analysiert.

Das im Rahmen des Doktorats-Plus-Kollegs „Sciences in historical,
philosophical and cultural contexts“ (Universität Wien) entstehende
Dissertationsprojekt „Militärmedizin und Männlichkeiten in der k.u.k.
Armee (1890-1918)“ von Karolina Sigmund
beschäftigt sich mit
militärmedizinischen Diskursen um Körper und Geist, Gesundheit und
Krankheit des Soldaten in Österreich-Ungarn im Zeitraum zwischen 1890 und
1918. Als Analysewerkzeug fungiert dabei die Kategorie Geschlecht mit
besonderem Bezug zur australischen Soziologin Raewyn Connell. Mit der
Kategorie Geschlecht soll die Konstruktion von Differenzen und
Machtverhältnissen zwischen Soldaten in Aussagen von Militärärzten näher
beleuchtet werden. Ein besonderes Interesse gilt dabei den vom
Militärsanitätskomitee (1857-1918), das das k.u.k. Kriegsministerium in
wissenschaftlich-medizinischen Fragen beraten sollte, produzierten
Quellen.



Mai 2011

Julia Walleczek (Universität Innsbruck): Dissertation unter dem Titel "Hinter Stacheldraht. Die Kriegsgefangenenlager in den Kronländern Salzburg und Oberösterreich während des Ersten Weltkrieges". Die Frage nach dem Umgang mit dem Massenphänomen Kriegsgefangenschaft ist die zentrale Forschungsfrage des Dissertationsprojektes. Mit der Ausnutzung der militärischen, wirtschaftlichen und menschlichen Ressourcen, ging eine Ausdehnung der Kriegführung auf alle gesellschaftlichen Bereiche einher. Die Kriegsgefangenenproblematik wird in den Kontext der davon betroffenen Heimatfront gestellt und unter kulturgeschichtlichen Forschungsansätzen beleuchtet. Relevante Bestände befinden sich im Kriegsarchiv in Wien, den Landes-, Diözesan- und Stadtarchiven, sowie dem Archiv des Internationalen Roten Kreuzes in Genf. 
jwalleczek@gmx.at

Stefan Wedrac (Universität Wien): Hauptziel der sich auf Archivbestände in Wien und Triest stützenden Dissertation "Die Verwaltung von Triest während des Ersten Weltkriegs" ist es, einen Überblick über die Hauptprobleme zu geben. Daneben soll die Alltagsgeschichte der frontnahen Stadt unter Zuhilfenahme von Methoden der Stadtgeschichtsschreibung anhand von ausgewählten Beispielen gezeigt werden. Das starke Quellenfundament ermöglicht es zudem, die in den vorliegenden älteren, stark italienisch-nationalistisch gefärbten Arbeiten zu diesem Thema getätigten Aussagen über die angebliche nationale Parteilichkeit der Verwaltung Triests zu relativieren beziehungsweise als unzutreffend zu charakterisieren.
stefan.wedrac@univie.ac.at

 



März 2011

Habilitation von Stephan Lehnstadt (DHI Warschau): "Fremdherrschaft in Polen. Deutsche, österreichische und nationalsozialistische Wirtschaftspolitik im Ersten und Zweiten Weltkrieg". Das Habilitationsprojekt wird am Beispiel des besetzten polnischen Gebiets die Wirtschafts- und Ausbeutungspolitik im 1. und 2. Weltkrieg analysieren. Dafür werden die unterschiedlichen Okkupationsregime im Generalgouvernement (für die besetzten polnischen Gebiete), im GG Warschau und im österreichisch-ungarischen MGG Lublin untersucht. Der Vergleich soll die lokalen und übergreifenden Interessen der Besatzer und zugleich politische, ideologische und personelle Brüche bzw. Kontinuitäten am Beispiel der Besatzungswirtschaft aufzeigen.


Dissertation von Katharina Stampler an der Universität Graz (Betreuung: Martin Moll) zum Thema "Das Interniertenlager am Thalerhof: rechtliche und verwaltungstechnische Strukturen und Einzelschicksale Internierter". Zentral bearbeitet wird der Bestand „Thalerhofakten“ aus dem Steiermärkischen Landesarchiv, der v.a. Briefe der Internierten an die Behörden mit der Bitte um Entlassung und die weiteren Recherchen über diese Personen enthält. So werde vor allem familienhistorische Vertiefungen die erlebte Geschichte vertiefen.
 



Jänner 2011

CfC: An dieser Stelle startet mit dem nächsten Newsletter eine Serie über aktuelle, in Arbeit befindliche Disserationen. Wir bitten Dissertanten uns kurze Beschreibungen im Umfang von maximal 400 Zeichen (inkl. Leerzeichen) zuzusenden. Einsendeschluss ist der Redaktionsschluss des jeweiligen Newsletters. Die Beschreibungen sollen kurz das Thema, die dafür verwendeten Quellen, Methoden und theoretischen Ansätze umreißen.

CfC, Edited Volume on Empires in the First World War
Deadline: 15.2.2011
The First World War marked both the apex and the beginning of the decline of the European imperial world system. In many respects, the movement of people, materiel, and finance across oceans and continents illustrated the power of empires and wedded many to the imperial project. In other respects, the extraction and movement of imperial resources exposed fissures within those empires that deepened in the postwar decades and finally broke the back of the European empires.
A discussion of "empire" and of empires must lie at the heart of any discussion of the First World War. The goal of this project is to produce a volume that goes beyond the story of empires "doing" things in the First World War and to explore ways in which an imperial world system gave shape to, and was in turn reshaped by, the war. Contributors might look to the wartime movement of imperial resources -- of bodies, affections, materiel, commodities, finance, ideas, etc. -- within and across imperial boundaries; or to the encounters between and among colonizer and colonized, within, beyond, or between imperial metropoles and peripheries. Whereas some monographs on the First World War might tell a story of "the war in Europe" in one chapter and a story of "the war in Africa" in another, this volume aims to transcend spatial and temporal boundaries and contributions might stress, for instance, the interplay between imperial metropole and colony, situating each within "a single analytic field."
Contributions are sought on a wide range of topics. Possible themes might include:
1. Prewar/wartime/postwar imperial expansion, consolidation or collapse
2. The Atlantic/Pacific/Indian Ocean arenas
3. Imperial workers, soldiers & refugees
4. Gender/race/class/religion and empires at war
5. Imperial frontiers and contact zones
6. Wartime production and empire
7. Revolution within and across empires
8. Transnationalism
9. Imperial propaganda
10. Postwar imperial memory
This list is not intended to be exhaustive. The language of the volume will be English. Once enough contributors have signed on to the project, I will draft a final proposal and we will decide upon a production schedule.

Those interested in contributing to the volume should send a 1-page abstract and a current CV to jarboe.a@neu.edu by February 15, 2011. If you have any questions, please do not hesitate to contact Andrew Jarboe.



November 2010

Dissertation: Joachim Bürgschwentner arbeitet derzeit an einer Dissertation an der Universität Innsbruck (Betreuung: Gunda Barth-Scalmani), die sich mit der Frage beschäftigt, in welcher Form die staatlichen Stellen Österreichs (bzw. Österreich-Ungarns) an der Produktion von Kriegspostkarten beteiligt waren. Seine bisherigen Recherchen haben gezeigt, dass sich dieses Thema an einer sehr spannenden Schnittstelle von Kriegsfürsorge, Kriegspropaganda und Kriegskunst befindet. Er freut sich über Vernetzung und Austausch: joachim.b@gmx.at.
Siehe für Weiteres



September 2010

Die Sextner Dolomiten waren im Ersten Weltkrieg Schauplatz heftiger militärischer Auseinandersetzungen. Unter widrigsten Bedingungen versuchten die Soldaten ihre Stellungen zu verteidigen, auszubauen und neues Gebiet zu erkämpfen. Am 31. Juli 2010 wurde der erste Abschnitt "Anderter Alpe" des Freilichtmuseums "1. Weltkrieg-Rotwand" eröffnet. In über 11.000 Arbeitsstunden haben die Mitglieder des Vereins, unterstützt von zahlreichen zivilen und militärischen freiwilligen Helfern, Laufgräben, Schützengräben, Kavernen, Reste einer Seilbahnstation und Teile einer MG Stellung freigelegt und reaktiviert. Der Besucher kann sich auf über 2000 Meter Seehöhe auf Spurensuche begeben. Bei freiem Eintritt ist das Areal des Freillichtmuseums zu besuchen. Parallel dazu besteht die Möglichkeit im Zentrum von Sexten die neue Ausstellung von Bellum Aquilarum "Unvergessen. Der Erste Weltkrieg in den Sextener Dolomiten 1915-1918" bei freiem Eintritt zu besichtigen. Nähere Informationen unter: www.bellumaquilarum.it



Mai 2010

Das Ausstellungsprojekt zum Ersten Weltkrieg in den Sextener Dolomiten ist gerade im Entstehen. Die Ausstellung "Unvergessen. Der Erste Weltkrieg in den Sextener Dolomiten 1915-1918", basierend auf neuesten Forschungsergebnissen, ist gekoppelt an das Freilichtmuseum 1. Weltkrieg-Rotwand, dessen erster Abschnitt zeitgleich mit der Ausstellung (thematisiert werden der Gebirgskrieg im Abschnitt Sextener Dolomiten, Kriegsgefangenenproblematik, Sozialgeschichte des Krieges - klassische Militärgeschichte wird mit Aspekten der Neuen Militärgeschichte verbunden) Ende Juni 2010 in Sexten im Hochpustertal eröffnet wird.



März 2010

Die Beiträge der im März 2009 veranstalteten Konferenz "Krieg und Wirtschaft. Von der Antike bis ins 21. Jahrhundert" wurden nun gesammelt und werden in einem Beitragsband noch im Jahr 2010 beim Studienverlag erscheinen. Der Band enthält auch Artikel zu ökonomischen Fragen Österreich-Ungarns im Ersten Weltkrieg, unter anderem von Wolfram Dornik, Hannes Leidinger, Martin Moll, Mario Muigg und Olga Pavlenko.



Jänner 2010

Unter der Leitung von Aleksandr Petrov hat sich in Lutsk (Ukraine) die Futurus XXI-Initiative "European fund of recreational, natural, environmental and humanitarian activity assistance" gebildet. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, die ehemaligen Schlachtfelder am Stochid/Prypjat ("Prypjat-Sümpfe") zu erforschen, Kriegsgräber ausfindig zu machen und zu restaurieren. Langfristig soll ein Museum entstehen. Kontakt unter:futurusxxi@gmail.com

Für Band XI: "Die Habsburgermonarchie und der Erste Weltkrieg" der Reihe "Die Habsburgermonarchie 1848-1918" wird an der Sammlung von statistischen Daten für den statistischen Anhang gearbeitet, aktuell die Musterungsergebnisse Österreich-Ungarns während des Ersten Weltkrieges und im gesamten Umfang der Monarchie (Österreich, Ungarn, Bosnien-Herzegowina).



November 2009

Das Österreichische Staatsarchiv hat im vergangenen Juni das Symposium "Soldaten in den Wolken" zum Luftkrieg über der Südwestfront 1915-1918 durchgeführt. Partner waren die Landesverteidigungsakademie, das Heeresgeschichtliche Museum und die Österreichische Gesellschaft für Heereskunde. Für 2010 ist die Fortsetzung geplant, die sich mit der russischen bzw. der Balkanfront 1914/15 beschäftigen wird. 2011 soll dieser Themenkomplex mit einem dritten Symposium abgeschlossen werden.

Matthew Stibbe, von der Sheffield Hallam University, führt dertzeit ein von der British Academy gefördertes Projekt über Zivilinterte in Österreich-Ungarn 1914-18 durch. Erste Zwischenergebnisse werden im Buch "Gender and Modernity in Central Europe", herausgegeben von Agatha Schwartz, veröffentlicht (siehe Veröffentlichungen).



Oktober 2009

Die Planungen an Band XI. der Reihe "Die Habsburgermonarchie 1848-1918" mit dem Titel "Die Habsburgermonarchie und der Erste Weltkrieg. Der Kampf um die Neuordnung Mitteleuropas" schreiten voran. Herausgeber werden Helmut Rumpler für die Kommission für die Geschichte der Habsburgermonarchie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Harald Heppner für den Militärhistorischer Beirat der Wissenschaftskommission beim Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport sein. Die Suche nach den Autoren für die 27 einzelnen Abschnitte befindet sich im fortgeschrittenen Stadium. Der Band wird ca. 1500 Seiten umfassen und voraussichtlich 2013/14 erscheinen. Im Anhang ist die projektierte Gliederung zu finden.

Wir möchten Sie auf die Listen der 
bisher entstandenen bzw. gerade entstehenden Diplomarbeiten und Dissertationen zur Militärgeschichte und zum Ersten Weltkrieg auf der Website des österreichischen Staatsarchives/Kriegsarchiv, koordiniert und gewartet von Dir. Christoph Tepperberg, hinweisen. Link

Am Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung startete unter der Leitung von Stefan Karner mit Juli 2009 das FWF-Projekt "Die Besatzung der Ukraine 1918 durch die Mittelmächte". Projektmitarbeiter ist Wolfram Dornik, weiters arbeiten Hannes Leidinger, Alexei Miller, Georgy Kasianov, Bogdan Musial und Peter Lieb mit. Das Projekt läuft bis Sommer 2011 und wird mit einer Publikation und einer Konferenz abgeschlossen. Nähere Informationen!

Folgende Dissertationen mit relevanten Themen werden derzeit von Gunda Barth-Scalmani betreut: 
- Joachim Bürgschwentner, Zwischen Propaganda und Wohlfahrt. Die staatliche Produktion von Kriegspostkarten in Österreich während des Ersten Weltkriegs (Arbeitstitel).
- Matthias Egger, Die österreichisch-ungarischen Kriegsgefangenen in Russland und Italien 1914-1922 und die österreichisch-ungarische bzw. österreichische Regierung (Arbeitstitel).
- Brigitte Strauss, Der Erste Weltkrieg - “La Grande Guerra“ in Museen und Ausstellungen der Jahre 1914-1939. Ein Vergleich zwischen Österreich und Italien. (Arbeitstitel).
- Julia Walleczek, Die Kriegsgefangenenlager in den Kronländern Salzburg und Oberösterreich während des Ersten Weltkriegs (Arbeitstitel).