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Mission Statement

Das "Forum: Österreich-Ungarn im Ersten Weltkrieg" versteht sich als eine offene, partizipative Informationsplattform von und für WissenschafterInnen der unterschiedlichsten Disziplinen aus den verschiedensten Staaten, die sich mit unterschiedlichen Aspekten Österreich-Ungarns im Ersten Weltkrieg beschäftigen. Das Forum soll aber auch als Plattform für Diskussionen über neue Theorien, Zugänge und Forschungsdesiderata etabliert werden.
Wie kann man die augenblicklichen Forschungsschwerpunkte und Ziele benennen? Zum Beispiel zwischen klassischer Militärgeschichte und Kultur-, Ideen-, Mentalitäten- oder Geschlechtergeschichte (nur um einige Beispiele zu nennen). Was hat sich seit den großen "Langzeitperspektiven-Thesen" getan ("Urkatastrophe", der Erste und der Zweite Weltkrieg als zweiter 30-jähriger Krieg, etc.). Das führt wieder zurück zu der schon von Eric Hobsbawm angeführten Fragestellung, was man wann unter Weltkriegen überhaupt verstehen kann. Verbunden mit der Hervorhebung des Ersten Weltkrieges als Zäsur und Ereignis sind sozusagen auch immer die Gegenbilder zu beachten - inwieweit haben die Ereignisse von 1914-18 wirklich so starke Wirkung wie in der Geschichtswissenschaft angenommen? Kann der Erste Weltkrieg eher als Ausdruck/Höhepunkt von Kontinuitäten und langsamen Veränderungsprozessen gesehen werden. Allemal interessant ist der mentalitäten- und ideengeschichtl. Ansatz, den "modernen Maschinenkrieg" auf die Frage der Demokratisierung oder auf das genaue Gegenteil hin (Führerprinzip) zu untersuchen. Wie brauchbar erscheinen die Zusammenhänge zwischen strukturalistischem Denken und Verlust der Individualität im Massenkrieg (Kriegsgefangenschaft, Schützengrabengemeinschaft, Sitzkrieg oder Stellungskrieg). Es stellt sich auch die Frage, wie die Forschung in den verschiedenen Ländern aussieht? Gab es oder gibt es Nachholbedarf? Und wenn, wo? Dies sind nur einige Fragen, denen wir uns gegenüberstellt sehen, und die wir hoffen in naher Zukunft diskutieren zu können.